© www.sofatutor.ch
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Biomasse-Energie:

 

Pflanzen bauen mit Sonnenlicht durch Photosynthese die Stoffe für ihr Wachstum auf.

Letztlich ist in der Biomasse Sonnenenergie chemisch gebunden.

 

Zur Energieumwandlung kann man Biomasse verbrennen (Holz als Scheite, Hackschnitzel oder Pellets), Gärgas (Vergärung von Weichpflanzen und Gülle) oder Schwelgas daraus gewinnen.

 

© www.bioconstruct.de
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Bei der Vergärung in Biogasanlagen entsteht ein Gasgemisch, das außer dem nützlichen Methan (CH4) auch unerwünschte Gase enthält.

Durch Gasreinigung kann aus Biogas Bio-Methan gewonnen werden (geeignet als Ersatz für Erdgas im öffentlichen Gasnetz).

 

In der chemischen Industrie kann Biomasse etliche Grundstoffe aus der Erdölchemie ersetzen.

Hackschnitzelfeuerung © Werner Glatzle
Hackschnitzelfeuerung © Werner Glatzle

Die Direktverbrennung von trockener Biomasse setzt Wärme hoher Temperatur frei.

Über eine Turbine kann ein Teil der Wärme in Strom gewandelt werden, z.B. in einem

Hackschnitzel-Heizkraftwerk.

© www.ib-waehner.de
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Biogase bzw. Methan (auch Erdgas) können in Verbrennungsmotoren mit Generator genutzt werden. Dabei werden Strom und Wärme gleichzeitig bereit gestellt:

Kraft-Wärme-Kopplung, Blockheizkraftwerk (BHKW).

Die energetische Nutzung von Biomasse steht im Konflikt zu nachhaltiger Land- und Forstwirtschaft und zum globalen Nahrungsmangel. Daher sind die verantwortlich nutzbaren Potentiale global ebenso wie im Umfeld der Gemeinde Königsbronn begrenzt. Bevorzugt sollten Abfallstoffe aus Landwirtschaft und Gastronomie zur Biogasgewinnung eingesetzt werden. Dazu müßte der gesetzliche Rahmen geändert werden.

 

Bei der Verbrennung von Biomasse oder Biogas werden Abgase (CO2 u.a.) emittiert. Bei nachhaltiger Land- und Fortswirtschaft wird aber gleichzeitig wieder CO2 im Pflanzenwachstum gebunden. Die energetische Biomasse-Nutzung wird dann als "CO2-neutral" bezeichnet.

 

Je höher die Flammtemperatur, desto mehr Stickoxide (NOx) bilden sich bei Verbrennungen mit Luft. Die Abgassysteme von BHKWen müssen wie Fahrzeuge mit Filtern und Katalysatoren ausgerüstet sein.

 

Bei der direkten Holzverbrennung entstehen zusätzlich Feinstäube und Asche. Feinstaub ist ein erhebliches Umwelt- und Gesundheitsproblem.